Friedrich August de Leuw

1817–1888

Landschaftsmaler der Düsseldorfer Malerschule


Aktuelles zu Friedrich August de Leuw 


Übrigens finden Sie Friedrich August de Leuw auch auf Facebook


15. Juli 2024

Es gibt neue Erkenntnsse zu einem Gebäude, das bisher nicht identifiziert war. Das oben in einem Aquarell abgebildete Haus wurde in der Vergangenheit als Fischerhaus an der Mosel oder Rhein bezeichnet. Nun konnte, durch einen Hinweis von einem ortsansässigen Heimatkundler aus Treis/Kaden an der Mosel, das Gebäude eindeutig bestimmt werden. Es handelt sich um das über 500 Jahre alte "Kurfürstliche Amtshaus" im Ortsteil Karden direkt an der Mosel. 

Jetzt wurde das Bild  neu bezeichnet und unter "Aquarelle 1861-1875" eingeordnet:

Kurfürstliches Amtshaus (an der Mosel in Treis-Karden - Ortsteil Karden), Aquarell auf Papier (unvollendet), 36,5 X 53 cm, 1874 ?, in Privatbesitz (WV1888, Nr. 233?)


29. & 30. Juni 2024

"Gräfrath durch die Jahrhunderte" heißt es am kommenden Wochenende den 29. und 30. Juni 2024 im historischen Ortskern von Solingen-Gräfrath.

Mit einem historischen Jahrmarkt am Brandteich, einem Mittelaltermarkt hinter dem Klingenmuseum und weiterem Progamm für Groß und Klein auf dem historischen Marktplatz feiert Gräfrath den 650sten Geburtstag von Solingen.

Mit einer Ausstellung zu Friedrich August de Leuw vertritt der Freundeskreis das Kunstmuseum Solingen auf den Feierlichkeiten. Zu finden als Gast im Gräfrath-Museum im Untergeschoss des Klingenmuseum. Geöffnet Sa. & So. von 12 - 20 Uhr. Eingang durch das Klingenmuseum und von aussen über den Mittelaltermarkt im Klosterhof.


7. März 2024

Dank privater Spenden besitzt das Kunstmuseum Solingen seit heute ein Werk von Hiroyuki Masuyama.

Links auf dem Foto:

"after Friedrich August de Leuw, Rheingrafenstein mit Mönch und Ministrant No.1" LED Lightbox / 106 x 90 x 4 cm

Rechts:

Original Arbeit von Friedrich August de Leuw, "Rheingrafenstein mit Mönch und Ministrant", ca. 1876

Hiroyuki Masuyama hat das Werk zu seiner Ausstellung 2022 im Kunstmuseum Solingen geschaffen.

In der damaligen Ausstellung wurden seine Werke den Werken von Friedrich August de Leuw (1817-1888) gegenüber gestellt.

Beide Künstler studierten an der Kunstakademie Düsseldorf, nur eben mit ca. 150 Jahren Abstand. Neben der unterschiedlichen Materialität und Technik der Kunstwerke ist auch für den Betrachter interessant die jeweilige Naturauffassung zu vergleichen. Dies sollte jetzt anhand des Neuerwerbs von Hiroyuki Masuyamas Arbeit und dem Werk von Friedrich August de Leuw aus dem Bestand des Museums dem Museums-Besucher öfter möglich sein.

Seit Dezember 2023 sind Werke von Hiroyuki Masuyama auch in der Hamburger Kunsthalle und ab dem 19. April 2024 in der Alte Nationalgalerie in Berlin zu sehen. Dort jeweils im Zusammenhang mit den großen Caspar David Friedrich Ausstellungen.

Dank an alle Spender/innen!

Liebe Grüsse Dirk Balke


14. Februar 2024

Friedrich August de Leuw war in seinen späten Jahren sehr der Burgenromantik zugetan. Das äusserte sich einmal darin, dass es zwischen 1870 und seinem Tod 1888 zahlreiche Landschafts Gemälde mit verfallenen Burgen gibt die meist mit Stafagefiguren im Stille der Landsknechte des 17. Jahrhunderst umgeben sind. Ausserdem hatte er selbst eine Sammlung von Waffen und Rüstungen aus der Zeit angelegt die nach seinem Tod versteigert wurde. In seinem Nachlass fanden sich Zahlreiche Fotos mit Modellen nach denen er seine Protagonisten gemalt hatte.

Er hatte Fachbücher in denen die Trachten und Kostüme der verschiedenen Epochen beschrieben werden und die Friedrich August de Leuw wohl gerne gelesen und studiert hat. Dieser Tage hab ich noch mal intensiever in den inzwischen gesäuberten und restaurierten Büchern geblättert und es steckten in den entsprechenden Kapiteln über die Kleidung des 17. Jahrhundert noch kleine Zettel die De Leuw wohl dort hinterlassen hatte und auch die Restauratorin nicht entfernt hat. Einer der Zettel hat nach ca. 150 Jahren sogar auf die Buchseiten abgefärbt und zeigt wie lange er dort gesteckt hat. Schön zu sehen das Friedrich August de Leuw die Bücher so wichtig waren, dass er sie auf dem Buchrücken unten mit seinem Namen prägen lies.

Beitrag von Dirk Balke


21. April 2023

Ab jetzt kann diese Website mit dem digitalen Werkverzeichnis für Friedrich August de Leuw ganz einfach auch mit QR-code aufgerufen werden. 

Ein kleiner Schritt für mich ein grosser Schritt fü die Kunstwelt! ;-)


 

6. April 2023

Es ist ein bisher unbekanntes Bild von Friedrich August de Leuw in Berlin aufgetaucht. 

Geharnischte Krieger vor Ruine im Schnee, Öl auf Holz, 24,5 x 20,5 cm, unten links signiert und datiert mit  F.de Leuw 18??  - wahrscheinlich 1880, in Privatbesitz 

Dieses Bild ist eine Variante eines Morives von dem schon drei weiter bekannt sind   eine Grisaille, eines auf Leinwand und ein weiteres auch auf Holz. Die drei bisher bekanten Bilder sind unter `Werkverzeichnis/Gemälden 1876 - 1888` zu sehen. Die Original Bilder befinden sich im Depot des Kunstmuseum Solingen.

Interessant ist sich die Bäume anzusehen. Auf der Grisaille von 1876 sind die Bäume schon so wie auf dem jetzt aufgetauchten Bild, auf dem Ölbild von 1879 hat de Leuw die Bäume reduziert und 1882 ganz anders arrangiert.

Das neu aufgetauchte Bild ist nun auch unter Gemälden 1876 - 1888 einsortiert und kann dort mit den ähnlichen Motiven vergliechen werden. 


 

31. März 2023

Am vergangegen Dienstag den 28. März wurde ein Bild von Friedrich August de Leuw in Berlin (Auktionshaus Dannenberg) versteigert. 

es trägt den Titel: Holländischer Kanallauf im Mondschein, Öl auf Leinwand, 27 x 38 cm, links unten signiert und datiert auf 1844

Der Biedermeier-Goldstuckrahmen ist erheblich beschädigt aber trotzdem landete der Zuschlag bei 1800,- €. Glückwunsch an den neuen Eigentümer. 

Nach dem Foto zu urteilen hat das Bild erhebliche Craqueles auf der Oberfläche aber ist ein wunderbares Motiv, das in eine Serie von Mondbilder gehört die zwischen 1844 und 1847 entstanden sind. 

Es ist das gleiche Motiv, das im selben Jahr ein zweites mal gemalt wurde aber anscheinend ein anders Mass hat - vergleiche Werkverzeichnis - Gemälde 1844 - 1860 : Holländische Landschaft mit Booten bei Mondschein, Öl auf Leinwand, 30,8 x 43,3 cm, 1844, Signiert, Das es sich nicht um das gleiche Bild handelt zeigt nicht nur das andere Mass (hier könnte es auch um eine falsche Massangabe handeln aber das Bild Holländische Landschaft mit Booten bei Mondschein ist auch in der mir vorliegenden Bildquelle in einem anderen Rahmen. Die unterschiedliche Farbestimmung liegt sicher im Foto begründet.


26. Februar 2023

 

Friedrich August de Leuw in Dresden - zu Lebzeiten deutlich bekannter als heute!

 

Seit dem Aufbau des digitalen Werkverzeichnis der Bilder von Friedrich August de Leuw im Jahr 2017 (seinem 225 Geburtstag) war mir, Dirk Balke, bekannt das die Staatliche Kunstsammlung Dresden zwei Arbeiten von de Leuw in Ihrem Bestand hat.

Da ich schon einige Zeit mit dem Konservator und Kurator Dr. Holger Birkholz von der Staatlichen Galerie Neue Meister in Kontakt bin, bekamm ich das Angebot bei meinem Besuch in Dresden die Bilder im Depot sehen zu können. Dieses Angebot habe ich dann in der verganngenen Woche endlich in Anspruch nehmen können.

 

Die Bilder die auch als Bild-Paar bezeichnet werden können, bestehen aus den Bildern „Das Haarlemer Meer bei Mondschein“ und der „Niederländischen Winterlandschaft“ , beide bezeichnet mit `Friedr. de Leuw 1845`.

Es handelt sich um zwei wunderschön gemalte Bilder die in gleichem Mass (14 x 17,5 cm) und gleichem Rahmen wohl von vornherein als Pärchen konzipiert waren, mit unterschiedlichen Landschaften die aber beide in den Niederlanden verortet sind. 

 

Auf dem Bild des „Haarlemmer Meer bei Mondschein“ sind in der Bildmitte drei Fischer mit drei Booten zu sehen die sich gegenseitig helfen die Netzte einzuholen. Die ganze Scene wird von einem hell strahlenden Vollmond in einem aufgerissenen Wolkenkranz erhellt. Links im Bild sind schemenhaft weitere Boote mit Leuten zu erkennen. Rechts im Bild sieht man Schilff in seichtem Ufer. Insgesammt eine friedliche, romantisierte Atmosphäre.

Das zweite Bild „Niedeländische Winterlandschaft“ zeigt etwas links aus der Bildmitte gerücktes, ein teilweise verfallenes, auf einer Insel gelegenes Haus am See. Über eine Brücke geht ein Pärchen von dem die Frau auf dem Kopf einen Korb oder ein Bündel trägt. Daneben ein Mann der sich den weiten Mantel vorne zu hält. Im Vordergrund geht einen Frau im roten Rock mit einem Korb am linken Arm über den zugefrohrenen See. Sie scheint etwas mit dem Gleichgewicht zu kämpfen den sie hat den rechten Arm weit ausgestreckt. Obwohl der See zugefrohren ist liegt kaum Schnee bis auf wenige stellen am linken Ufer. Im Hintergrund rechts ist in einiger Entfernung eine Stadt zu erkennen. 

Die Seenlandschaft hat einen niederländischen Charakter, allerdings könnte das Vorbild des verfallenen Hauses auch ein Teil des Wasserschloß Caspersbräuch in Solingen sein das Friedrich August de Leuw häufiger gemalt hat. 

 

Wie kamen die Bilder nach Dresden? 

Die zwei kleinen Gemälde von Friedrich August de Leuw bekamm die Staatliche Kunstsammlung in Dresden um 1884 aus dem Vermächtnis des Dresdener Unternehmer Moritz Winkler, der in dritter Generation die Mechanische Weberei und Färberei Winkler & Sohn, Rochlitz führte. 

Dieser vielfach ausgezeichnete Unternehmer hatte wohl eine ansehnliche Kunstsammlung aufgebaut, denn ausser den beiden Bildern von de Leuw sind noch viele weitere Bilder der damals noch Königlichen Gemäldegalerie Sachsen vermacht worden. 

Interesant daran ist, das dieser Eigentumswechsel zur Königlichen Gemäldegalerie noch zu Lebzeiten von Friedrich August de Leuw passiert sein muss, der erst im Jahre 1888 verstarb. 

Wie und wann die Bilder in den Besitz des Unternehmer Moritz Winkler kamen, konnte bisher noch nicht in Erfahrung gebracht werden. Alledings sind in letzter Zeit durch die fortschreitende digitalisierung historischer Quellen, erkennbar geworden dass Friedrich August de Leuw zu seinen Lebzeiten deutlich bekannter war als heute, da er mit seinen Bildern an vielen Auktionen und Kunstausstellungen teilgenommen hat. Zum Beispiel ist auch in dem Buch „Ein Kaiserheim“ von Adolf W. Transfeld aus dem Jahr 1890 aufgelistet das im Wohnzimmer der Kaisergemalin von Kaiser Wilhelm dem I. ein Bild mit dem Titel „Schweizer Landschaft“ von Friedrich August de Leuw hing.

Dirk Balke 


30. Januar 2023

 Im unten stehenden Text der aus der Düsseldorfer Zeitung 2.9.1847 stammt, wird eine Ausstellung beschrieben, in der auch ein Werk von Friedrich August de Leuw gezeigt wurde. Das entsprechende Bild lässt sich leider nicht in den bisher bekannten Werken finden. Es bleibt daher zu hoffen das dieses Bilder eines Tages wieder auftauchen.

Wahrscheinlich handelt es sich um ein Motiv, das aus den beiden Reisen stammt, die von Friedrich August de Leuw 1843 und 1846 in die Chimgauer Alpen und ins Intal unternommen wurden. 

Hier die Beschreibung (vorher wurden zwei Bilder von Hengsbach besprochen worauf sich der erste Satz anscheinend bezieht.):

"`Der Wasserfall in Tirol` von de Leuw besitzt dies in weit höherem Grade, obgleich auch nicht von so geistiger Blumenfriesche, wie wir es bei Grube und  A. Achenbach getroffen. Besonders schön ist hier das Motiv, die hohe Schlucht, der verwegene überhängende Felsen, dazwischen das brausende Wasser. De Leuw ist ein trechnisch gewandter Künstler."


20. Dezember 2022 

Zwei Bilder einer Burgruine.

Auf einer Auktion, die vor kurzem in Düsseldorf stattfand, entdeckte ich ein Bildmotiv, dass ich schon von Friedrich August de Leuw kannte. Es handelt sich um das gleiche Motiv einer Burgruine, vermutlich eines Seitentals der Mosel oder des Rheins, das im Frühjahr in der Ausstellung "Zeitreise" mit Werken von Hiroyuki Masuyama und Friedrich August de Leuw zu sehen war. 

Das Bild in der Ausstellung war für die Ausstellung aus Privatbesitz im Westerwald ausgeliehen. Die nun aufgetauchte zweite Version des Bildes ist genau wie die erste Version in Öl auf Holz gemalt und hat fast exakt die gleichen Maße. Der Standort des Betrachters ist gleich und selbst alle Bäume und Sträucher sind sehr ähnlich. 

Auffällig ist, dass auch die Wolkenbildung identisch ist, nur im Colorit beiger als in der ersten Version. Nach meiner Einschätzung könnte es sich um eine zweite Version des gleichen Motives handeln, das der Künstler angefertigt hat, um vielleicht verschiedene Stimmungen auszuprobieren. Ich denke, es handelt sich bei beiden Bildern um Farbstudien, die als Plein-Air-Malerei im Freien entstanden sein könnten. 

Es könnte sich aber auch um eine Kopie handeln. Leider sind beide Versionen nicht signiert. Allerdings stammt die erste Version (unten) aus Privatbesitz rückverfolgbar aus Manderscheid und ist glaubwürdig von Freidrich August de Leuw.

Die zweite Version konnte bisher nicht rückverfolgt werden, da das Auktionshaus keine Kontakte der Einlieferungen weiter gibt. 

Ich würde die zweite Version trotzdem Friedrich August de Leuw zuschreiben. Der Malstil, insbesondere die Pflanzen, zeigen deutliche Ähnlchkeiten mit anderen Bildern des Malers.

DB 20.12.22

2. Version - vor kurzem in einer Auktion aufgetaucht: Landschaft mit Turmruiene unter Gewitterhimmel, ÖL auf Holz, 22,5 x 32 cm,  In Privatbesitz

Eingeordnet unter Gemälde 1861-1876 

1. Version: Landschaft mit Turmruiene unter Gewitterhimmel, ÖL auf Holz, 22,5 x 32 cm, ca. 1862, (WV1988 Nr. 159),  In Privatbesitz


2. Dezember 2022 - Bisher unbekanntes Bild aufgetaucht! 

Gewappnete Reiter mit Pferd (Schimmel), Öl auf Malkarton, 35,5 x 49,5 cm, signiert unten links mit  `de. Leuw 12. Sept. 1864`, in Privatbesitz

Dieses Bild ist dem Betreiber des digitalen Werkverzeichnis als Foto zugesendet worden und konnte inzwischen (Januar2023) persönlich in Augenschein genommen werden. Die Besitzerin beschreibt plausibel, dass dieses Bild mit dem im Werkverzeichnis darüber abgebildeten Gemälde von 1877 ein Paar bildete, das ihr Großvater dem Enkel von Friedrich August de Leuw, Alfred de Leuw, vor langer Zeit abgekauft hat.

Merkwürdig ist, dass sich die Signatur unterscheidet. Während auf dem oberen Bild die eindeutige Schreibschrift zu sehen ist, steht im unteren, neu aufgetauchten Bild sein Name in Druckschrift, wie sie nur an den ganz frühen Gemälden um 1840 zu sehen ist. (Vergleiche beide Bilder unter:  https://www.friedrich-august-de-leuw.de/werke/bilder/1876-1888 )

Es ist denkbar, dass der Enkel das untere Bild nachsigniert hat und als Vorlage versehentlich eine frühe Arbeit von Friedrich August genommen hat. Ausserdem ist es zwar auf 12.9. datiert, aber auf 1864 - also gut 13 Jahre vor dem oberen Bild - auch das weckt Zweifel, dass die Signatur von de Leuw selbst gemacht wurde (?!).


20. November 2022

Nun, nach einem Jahr, ist auch das zweite Skizzenbuch, das 2021 aufgetaucht ist, hier im digitalen Werkverzeichnis zu sehen (https://www.friedrich-august-de-leuw.de/.../skizzenb.../1883).

Das Skizzenbuch enthält eine Reihe von Zeichnungen, die Friedrich August de Leuw anscheinend von antiken Büsten oder Bildern gemacht hat. Auf drei verschiedenen Seiten ist in blauer Druckschrift der Name Fr.A(H?)".de Leuw / Anvers" (Antwerpen?) gestempelt. Das Skizzenbuch befindet sich heute in privater Hand in Kolumbien/Südamerika.


14. September 2022

Neu entdeckt! 

2020 wurde in den Niederlanden ein kleines Werk von Friedrich August de Leuw zur Versteigerung angeboten das bisher nicht bekannt war. Besitzer unbekannt.

Ein schneebedeckter Bauernhof in der Nähe einer Mühle, Öl auf Malkarton, 30 x 26,5 cm , ca 1841


September 2022

Das Portrait, das F.A. de Leuw ca. 1858 von seinem Bruder Louis malte, war 1914 Eigentum von Emil Kaiser (*1876, Gräfrather Musikerfamilie), der es der "Solinger Fachschule" (für Metallbearbeitung) schenkte. 

Quelle: Solinger Zeitung 1914 - gefunden von Monika Krause


Juni 2022

Vor Kurzem ist Ralf Seilheimer verstorben - ein Liebhaber guter Kunst und unermüdlicher Erforscher von Solinger Malern. Meine aufrichtige Anteilnahme gilt seiner Frau und seinem Sohn. 

Erst im vergangenen November hat er mir ein wunderschönes kleines Bild von Friedrich August de Leuw verkauft,  weil er der Ansicht war, dass ich es weiter bewahren soll und er es gerne in meiner Obhut wüsste. 

Nun haben mir seine Frau und sein Sohn auch die Mappe mit seinen Forschungen überlassen. Ich danke Ihnen sehr und werde alles in Ehren halten!

Schon beim ersten Durchsehen der Mappe bin ich auf umfangreiche, für mich neue Informationen gestoßen, von denen ich hier in der nächsten Zeit möglichst viele weitergeben möchte.

Als erste Kostprobe erzähle ich über einen Artikel von Heribert Kremer in der Zeitschrift ´die Heimat`- vom Bergischen Geschichtsverein (Nr. 12-14 1996.1998) in dem der ehmalige Werbeleiter der Stadt-Sparkasse Solingen schildert, wie er "eines Tages" in Wittlich fündig wurde und dieses Medaillon aus privater Hand für die Stadt-Sparkasse kaufen konnte. 

 

Demnach erfuhr er beim Kauf, dass Friedrich Hermann de Leuw, der Vater von Friedrich August, seinem Sohn in der Mitte des 19. Jahrhunderts ein Tintenfass aus Kristall auf einem Silberteller mit Federhalter dazu schenkte.

"Der Clou aber war ein kleines ovales Bildchen, ein Medaillon, ein Damenportrait, eine Arbeit in Kreide, fein ausgeführt und noch sehr gut erhalten. Allein für dieses Porträt zahlten wir 4000 DM, nach Meinung einiger Experten recht wenig. Die Überraschung kam aber erst, als wir das Bild aus dem Rahmen nahmen und die Rückseite studierten. Es war das Porträt von de Leuws Schwiegermutter, der Mutter seiner Frau Maria Frances Charrington. Die kurze handschriftliche  Notiz, die der Sohn Fritz de Leuw angebracht haben soll, sagt weiter, dass deren ältere Schwester die Mutter von Cecil Rhodes gewesen war. Die Frau de Leuws war also die Cousine von Cecil Rhodes. De Leuw hatte demnach in eine hochangesehene englische Familie eingeheiratet."

Mehr dazu in der Rubrik: Werkverzeichnis/Verschiedenes/Nachlass

Anmerkung von mir: aus heutiger Sicht kann man Cecil Rhodes nicht mehr als "angesehen" bezeichnen, ist er doch massgeblich an der Rassenpolitik und Ausbeutung Südafrikas auch in späterer Jahre mitverantwortlich - siehe auch 

https://de.wikipedia.org/wiki/Cecil_Rhodes


Mai 2022

Dies ist eine neue Liste mit Ausstellungen und Auktionen von 1839 bis 1941, bei denen Bilder von Friedrich August de Leuw vertreten waren 

Quelle: Universitäts-Bibliothek / Kataloge für die Bibliotheken der Universität Heidelberg

https://www.ub.uni-heidelberg.de/service/heiopensearch/treffer.html?qf=&q=Friedrich+August+de+Leuw

Zur Zeit 160 Treffer 

1839 Zentralblatt der deutschen Kunstvereine - 1.1839 

40. Winterlandschaft von Fr. De Leuw, auf Nr. 1009, am Herrn Hofbaurath Stieler zu Berlin

1850 Deutsches Kunstblatt <Stuttgart>: Zeitschrift für bildende Kunst, Baukunst und Kunsthandwerk Nr. 9-12 (März)- von der Jägermeisterin v. Reden: Landschaft bei Delft von F. de Leuw in Düsseldorf

1850 Deutsches Kunstblatt <Stuttgart>: Zeitschrift für bildende Kunst, Baukunst und Kunsthandwerk Nr. 31-34 (August) - Wahrscheinlich ersteigert worden „von Hrn. Kaufmann Gneist. - de Leuw: Winterlandschaft“

1853 Deutsches Kunstblatt <Stuttgart>: Zeitschrift für bildende Kunst, Baukunst und Kunsthandwerk - Ankündigung einer Ausstellung in Hannover mit Bildern von F. de Leuw, O. & A. Achenbach, C. Hilgers, Schirmer und weiteren Malern der Düsseldorfer Malerschule

1861 Die Dioskuren: Deutsche Kunstzeitung 6/1861 - Erwähnung de Leuw, Fried.., M.D. 91.

1861 Die Dioskuren: Deutsche Kunstzeitung 6/1861 - Harsche Kritik

1888 Die Kunst für alle: Heft 20 (15. Juli 1888) - Todesnachricht August de Leuw, Landschaftsmaler aus Düsseldorf 71 Jahre 

1890 Katalog der Waffensammlung Köln J.M. Heberle (H. Lempertz`Söhne) Katalog der Waffen-Sammlung des verstorbenen Malers Herrn Friedrich August de Leuw

1902 Rudolpf Lepke`s Kunst-Auktionshaus Berlin: F. de Leuw 128. Gebirgslandschaft Im Vordergrund ein Postwagen im Schnee. Feines Bildchen auf Holz, signiert 17 x 23 cm G.-R.

1919/20 Der Kunstwanderer: Zeitschrift für alte und neue Kunst, für Kunstmarkt und Sammelwesen Berlin 1.1919/20;2.1920 - 13/14.1931/32, Nov./Dez.(?)

„14. Februar eine Auktion moderner Gemälde der verschiedenen Schulen...“ Mit einem Bild von F. A.. de Leuw.

1924 Auktion der Galerie Hugo Helbing, München 10. & 11. Dezember 1924: 

Friedrich August de Leuw, Liebesdienst. Ein Geistlicher inseinem Kaputzenmantel eingehüllt, begleitet von zwei keuztragenden Ministranten in mondheller Winternacht auf dem Wege zu einem Schwerkranken. Im Hintergrund die Kirche. Öl auf L. 26 x 32 cm Bez.: F. d. Leuw 1844 G.R.

1925 Alte und Neue Kunst Doktor Fritz Nagel GmbH - Fr. de Leuw - Mondschein auf See  - Versteigerung? 

1926 Fideikommiss-Galerie des Gesamthauses Braunschweig und Lüneburg - Kunstsalon Cassirer - Hugo Helbing - Alte und neue Meiste: Versteigerung 27./28. April - Berlin, 1926.

198 Leuw, Friedrich August de Leuw (Düsseldorf, geb. Gräfrath 1817)

Winterlandschaft. 

Eine Fischerhütte, in der Ferne zwei Windmühlen

Bez. Links unter: F. de Leuw 1842

Holz. Höhe 31 cm, Breite 27 cm

Frühere Katalognummer 116.

1927 Auktion der Galerie Hugo Helbing, München 10. November 1927: F. De Leuw 158 Versehgang im Winter. Der Geistliche mit zwei Ministranten in Mondnacht. Öl auf L. 26 x 32 cm Bez.: F. d. Leuw 1844 G.R.

1931 Kunstauktion F.A. Menna <Köln> 13. Februar (Katalog Nr.37) Köln, 1931

405 Stimmungsvolle Herbstlandschaft. Im Vordergrund Vieh am Bache. Öl auf Malpappe. Schwarzer Rahmen 28 x 20 cm Monogr. F. de L. 

1931 Kunstauktion F.A. Menna <Köln> Freitag, den 20. März und Samstag, den 21. März (Katalog Nr.38) Köln, 1931

455 Stimmungsvolle Herbstlandschaft. Im Vordergrund Vieh am Bache. Öl auf Malpappe. Schwarzer Rahmen 28 x 20 cm Monogr. F. de L. 

1940 Kunsthaus Lempertz (Köln) Katalog Nr. 408 - Friedrich August de Leuw „Teufelssteg im Zillertal“. Ein wilder, weiß schäumender Gießbach stürzt zwischen hohen zerklüfteten Felsen rechts und links talab dem Vordergrund zu. In der Bildmitte ein schmaler Steg, der von einem Felsvorsprung auf eine kleine Plattform im gegenüberliegenden Gestein hinübergeschlagen ist und die Schlucht überbrückt. Bezeichnet: Friedr. De leuw 1849. Öl auf Leinwand. 91 x 79 cm.

1941 Deutsche Kunst- und Antiquitätenmesse; Ankündigung einer Versteigerung „aus verschiedenem, teils jüdischem Besitz“ bei Carl Eugen Pongs - Kunstversteigerer Düsseldorf

Ein Gemälde von Fr. A. de Leuw

1941 Carl Eugen Pongs, Kunstversteigerer Düsseldorf, März 1941 Katalog Nr 11. Friedrich August de Leuw, 165. Gebirgsklamm - Ein wildromantisches Felsengebirge, dessen steinige Massen sich fast bis zum oberen Bildrand türmen und das spärlich von einzelnen vom Sturm ihrer Kronen beraubten Tannen bewachsen ist. Durch einen tiefen Einschnitt stürzt das schäumende Wasser eines reißenden Gebirgsbaches zu Tal, über den eine primitive Holzbrücke führt. Auf ihr ein Mann mit einem Knaben. In der Höhe links steigt ein dichter Nadelwald an. Von schweren Wolken dicht verhangener Himmel, durch die spärliches Licht auf einzelne Stellen der Felswände und der Wasserflächen fällt. Bezeichnet Friedr. de Leuw 1849, Öl auf Leinwand 92 x 80 cm.

1941 Sommerlandschaft, von de Leuw, auf No. 2051, an Herrn Kaufmann Christian Lürmann zu Essen.


19. März 2022

Die Ausstellung ZEITREISE mit Werken von Friedrich August de Leuw (1817-1888) und Hiroyuki Masuyama (geb. 1968) im Kunstmuseum Solingen hat begonnen.

Die Ausstellung dauert bis 24. April 2022.

Jeden Dienstag um 15 Uhr findet eine Kuratoren-Führung durch Dirk Balke statt.

Weitere Führungen für Gruppen können bei Dirk Balke direkt verabredet werden - bitte telefonisch unter 0173 5149995.


9. März 2022

Dieses Bild wurde heute neu ins Werkverzeichnis aufgenommen. Ein wiederentdecktes Bild von Friedrich August de Leuw in einer Privatsammlung in Aachen. Dieses Bild wird auch in der kommenden Ausstellung "Zeitreise" im Kunstmuseum Solingen zu sehen sein.

Es wurde im Werkverzeichnis in der Rubrik - Gemälde -1844 - 1860 einsortiert.

Sommerwald in Bilk, (Duell-Szene?), Öl auf Holz, 29,5 x 37 cm, 1849, signiert und datiert unten links mit "F.d.Leuw, Bilk 6. August 1849"


7.März 2022 - Eine wunderbare Entdeckung von Monika Krause!  

Im ehemaligen Kaiserpalais von Kaiser Wilhelm I. hing im Wohnzimmer der Kaisergemalin ein Bild von Friedrich August de Leuw. Es handelte sich um ein Bild, das in einem Buch mit dem Titel "Ein Kaiserheim" von Adolf W. Transfeld von 1890, "Schweizer Landschaft" genannt wurde. Um welches Bild es sich handelt, ist leider auf den Fotos im Buch nicht zu sehen.


ZEITREISE 1817 - 2022

Friedrich August de Leuw (1817 - 1888) & Hiroyuki Masuyama (*1968)

19. März - 24. April 2022

Kunstmuseum Solingen

www.kunstmuseum-solingen.de


28.11.2021

Zwei Skizzenbücher aufgetaucht !

Eine mittlere Sensation!  In der vergangenen Woche sind wie durch ein Wunder zwei Skizzenbücher von Friedrich August de Leuw aufgetaucht, die bisher nicht bekannt waren. 

Zum einen sein bisher frühestes, vollständiges Skizzenbuch, das fast ausschließlich bei einem Hollandaufenthalt entstanden ist, mit Datierungen von 1838. Und das zweite Skizzenbuch hat Einträge von 1883, also eines der letzten Skizzenbücher vor seinem Tod 1888.

Diese Bücher sind über den Enkel Fritz Alfred de Leuw in den 1950ger Jahren an den Grossvater des heutigen Besitzers übergegangen. Der heutige Besitzer lebt in Südamerika, wo sich auch die beiden Skizzenbücher befinden. Es ist wunderbar zu erleben, dass sich wie in diesem Fall Menschen in der ganzen Welt melden, um dazu beizutragen, das Lebenswerk von Friedrich August de Leuw auf dieser Website zusammen zu fassen. 

In den nächsten Wochen werden alle Seiten der beiden Bücher aufgearbeitet und in die Rubrik Skizzenbücher eingestellt. Eine erste Kostprobe, in der zu sehen ist wie das erste Skizzenbuch Einfluss auf Ölgemälde hatte, die in den beiden folgenden Jahren 1840 - 1842 entstanden sind.


21.11.2021

1844 nahm Friedrich August de Leuw an der XXXIV. Kunstausstellung der Königlichen Akademie der Künste in Berlin teil. Siehe auch die Website der Kunstbibliothek Berlin.

Anscheinend war de Leuw damals mit zwei seiner Bilder auf dieser renommierten Ausstellung vertreten.  Diese Werke könnten die beiden abgebildeten Gemälde von 1844 sein. 

Da es auch eine Zeichnung von 1844 mit der Bezeichnung "Königssee" gibt, kann das erste Gemälde vom gleichen Jahr stammen und als ein Beleg dafür gelten, dass Friedrich August de Leuw auch am Königssee und Berchtesgaden war.

Auch diese Entdeckung zeigt wieder, dass Friedrich August de Leuw zu seinen Lebzeiten an vielen renommierten Ausstellungen teilnahm - und das lässt darauf schließen, dass er damals durchaus bekannter war als heute.

1. Der Königssee bei Berchtesgaden im bayrischen Hochgebirge (Abendbeleuchtung)

2. Mühle bei Brannenburg im bayrischen Hochgebirge.   


13.11.2021

Hier eine durch Monika Krause neu entdeckte Bilderkritik zu einem Bild von Friedrich August de Leuw bei einer Kunstausstellung 1852 - anscheinend in Innsbruck.

Aus "Der Phönix : Zeitschrift für Literatur, Kunst, Geschichte, Vaterlandskunde und Wissenschaft. 3. 1852 ## 13.03.1852"

Link zur digitalisiertem PHÖNIX von 1852

Um welches Bild es sich handelt ist nicht zu sagen - keines hier im digitalen Werkverzeichnis entspricht der Beschreibung, wahrscheinlich ein verschollenes Bild.

Text: "In de Leuw´s "holländischem Kanal" hingegen ist der nächtliche Himmel mit Wolken umzogen, so daß der Mond nur mit Mühe ein zerstreutes Licht hindurchzuzwängen vermag. Eine hölzerne Hütte und dürres Gesträuch und hier und da ein entlaubter Baum bieten die Ufereinfassung des geformten Kanals. Man sollte meinen, wie schaurig, wie unheimlich das alles wirken müsste! Und gerade das Gegenteil ist der Fall. Da läuft im Dunkeln ein Bursche mit seinem Mädchen auf Schlittschuhen, und etwas ferner, am Ufer, stehen noch zwei Leute mit einem Kinde; darunter wahrscheinlich eine Garde de dame für die holländische Schöne, die auf glatter Bahn mit ihrem Liebsten schleift. Man kann nicht leicht ein traulicheres, stockdunkelfreundlicheres Bildchen sehen."

 


12. November 2021 

Heute wieder aufgetaucht WV1988  Nr.119!

Baumstudie (Gassauer Alp), ÖL auf Karton, 46 x 37 cm, 30. August 1846, unten links signiert mit: Fr. de Leuw, unten rechts datiert mit: Graßsau 30. Aug. 1846, in Privatbesitz.

Diese Baumstudie wurde zwei Tage vor der Federzeichnung "Grassauer Alp" vom 1. September 1846 angefertigt und beweist, dass sich Friedrich August de Leuw auf seiner zweiten Alpenreise (Chiemgauer Alpen) mehrere Tage auf der Gassauer Alp aufgehalten hat.


11. September 2021:  Fotoshooting unter der Müngstener Brücke für die Ausstellung - Friedrich August de Leuw & Hiroyuki Masuyama - im Kunstmuseum Solingen - Frühjahr 2022


Die Eis-Szene, Öl auf Leinwand, 106 cm x 90 cm, signiert und datiert mit F. de Leuw 1842 unten links , Besitz unbekannt - wahrscheinlich ist das Bild in England.

- Als ich heute den Briefkasten an meinem Düsseldorfer Atelier öffnete, kam ein großer Umschlag aus England ans Tageslicht. Darin enthalten, ein anonymes Schreiben mit Fotos des oben gezeigten Bildes. Der Verfasser des Schreibens erzählt darin, dass das Bild sich seit langer Zeit im Familien-Besitz befindet. Demnach hat der deutsche Großvater des Verfassers das Bild 1934 mit nach England gebracht. Wie der Großvater in den Besitz des Bildes kam und ob er eventuell die Familie de Leuw gekannt hat, ist leider nicht beschrieben. - Nur zur Erinnerung: Die Frau von F.A. de Leuw kam aus England und sie ist ihrer ältesten Tochter Adelin nach dem Tod Friedrichs 1888 wieder nach England gefolgt. Dort verstarb sie 1908.

Ich danke dem unbekannten Verfasser des Schreibens auf diesem Weg, dass er mir das Bild für dieses digitale Werkverzeichnis bewusst zur Verfügung stellt hat und damit die Öffentlichkeit teilhaben lässt an diesem wunderbaren Werk.

Es wäre natürlich schön, wenn es in einer kommenden Ausstellung auch mal live angesehen werden könnte. Ich betone hier noch einmal, dass ich selbstverständlich keine Daten von Besitzern von Werken F.A. de Leuw an dritte Personen oder Institute weiter gebe. Alle, die sich mir anvertrauen, können mit meiner Diskretion rechnen!

Das nun aufgetauchte Werk sortiert sich in eine Folge von Landschaftsbildern ein, die zur Studienzeit Friedrich August de Leuws entstanden sind. Diese sind vor allem geprägt durch Wald-Szenerien, die sich ebenso in Zeichnungen wie in Gemälden dieser Zeit wiederfinden. Sie erinnern stark an die Bäume und Wälder der bergischen Heimat. Auch die Figuren, die in seinen Bildern dieser Zeit auftauchen, sind zuvor in Skizzenbüchern und weiteren Zeichnungen auf losen Blättern so oder ähnlich zu finden - siehe beigefügte Zeichnung unten.

Dirk Balke 8.6.2021


Ikthal (Waldstudie), Öl auf Malkarton, 28 x 38 cm, signiert und datiert unten rechts, April 1841, in Privatbesitz

Ein bisher unbekanntes Bild von Friedrich August de Leuw ist 180 Jahre nach seiner Entstehung in Solingen wieder aufgetaucht. Dieses Bild in Privatbesitz zeigt eine Waldlandschaft die rechts unten mit Ikthal (Ittertal?) bezeichnet ist. Dieses Bild ist zu seiner Studienzeit (1839 - 1843) entstanden und zeigt Ähnlichkeiten zu zwei weiteren Waldbildern, die ein Jahr später entstanden sind  - "Dünnenbruch bei Gräfrath" 1842  und "Landschaft im März" auch 1842 - siehe unter Gemälde 1842.

20. April 2021


Der Quadenhof in Gerresheim wurde mehrfach von Friedrich August de Leuw gezeichnet und nachweislich auch in zwei Grisaillen abgebildet. Viele seiner Studienkollegen haben ebenfalls das Motiv Mitte des 19. Jahrhundert verarbeitet - wie hier zu sehen ein Beispiel von Carl Hilgers (rechtes Bild). Leider ist der Quadenhof heute nicht öffentlich zugänglich, sondern in Privatbesitz, als Wohnhaus ausgebaut - ähnlich wie Schloss Caspersbroich an der Itter in Solingen-Ohligs.

10. März 2021


Friedrich August de Leuw war im Juli und August auf einer Alpenreise in den Chiemgauer Alpen und im Inntal bei Kufstein unterwegs. Am 18. August 1843 schrieb sich der Künstler im berühmten Gasthaus "Weber an der Wand" ein (https://www.chiemsee-alpenland.de/.../weber-an-der-wand...). 

Siehe oben, Kopie der Gästebuch-Seite mit seinem Eintrag im unteren Drittel: "Friedrich de Leuw. Maler aus Gräfrath (Düsseldorf) 18. August 1843".

Am gleichen Tag malte Friedrich August de Leuw noch eine Ölstudie der Luegsteinwand bei Mühlbach (Öl auf Malkarton, 26 x 34 cm, signiert unten rechts mit: Friedrich de Leuw - 18. August 1843, in Privatbesitz, zu sehen unter der Rubrik: Werkverzeichnis, Gemälden, 1838-1843).                                    

Für das Bild hat der Künstler den Standort in der Nähe der Sensenschmiede unterhalb der so genannten Gfallermühle gewählt. Von diesem Standort zum Gasthof "Weber an der Wand" ist es etwa eine halbe Stunde Fußmarsch.  

Eine weitere Besonderheit ist, dass der 16 jährige Oswald Achenbach ebenfalls zwei Wochen vor F.A. de Leuw im selben Gasthaus war. Ein eindeutiges Zeichen, dass dieses berühmte Gasthaus nicht nur Maler aus München und Umgebung anzog, sondern anscheinend auch ein "heisser" Tipp innerhalb der Düsseldorfer Malerschule war. Es ist anzunehmen, dass Oswald Achenbach hier auf dem Weg zu seiner ersten Italien-Reise war.

Information/ Quelle: Norbert Schön, 1. Vorsitzender des Historischen Vereins Audorf e.V.

30. Januar 2021


Drei Blätter mit Zeichnungen von Friederich August de Leuw wurden in Mainz wieder gefunden und konnten nun im digitalen Werkverzeichnis aufgenommen werden. Zwei der Zeichnungen waren bisher nicht bekannt.

1.) "Steinbeck 28. Oktob. 1847"  und

2.) "Roßstallgraben 15.Juli 1843". Diese Zeichnungen wurden auf seiner Alpen-Reise 1843 im Roßstallgraben bei Unterwössen angefertigt.

Das Blatt mit den beiden Zeichnungen Rheingrafenstein und Rothenfels (Vorder- und Rückseite 1844) war schon im Bildband der Stadt-Sparkasse Solingen von 1985 abgebildet und unter der Nummer 85 im damaligen Werkverzeichnis aufgeführt.

12. Januar 2021


Das Bild des Vaters von Friedrich August de Leuw wurde neu in das Werkverzeichnis aufgenommen. Es ist schon länger im Besitz des Kunstmuseum Solingen, wurde aber erst jetzt vom Autor fotografiert. Da es nicht signiert ist, ist es auch nicht 100% sicher, dass es tatsächlich von Friedrich August de Leuw ist, aber es spricht viel dafür.

Titel: Hofrath Friedrich Hermann de Leuw, Öl auf Leinwand, 79,5 x 51 cm, ca. 1850-55, unvollendet, unsigniert und undatiert - (Vermerk auf der Rückseite: Hofrath Dr Friedrich Hermann de Leuw, 1792 - 1861 Augenarzt zu Gräfrath, Ölbild vermutlich von s. Sohn Friedrich August.) Kunstmuseum Solingen.

24. November 2020


Die Restaurierung des Gemäldes "Winterlandschaft bei Vollmond mit Frau am Gatter"  durch Dr. Achim Stanneck.

In den letzten Wochen wurde das oben gezeigte Gemälde von Friedrich August de Leuw durch Dr. Achim Stanneck restauriert. Hierbei sind nicht nur zwei auffällige Fehlstellen am oberen linken Bildrand fachmännisch geheilt worden, sondern auch eine Übermalung mit einer bräunlichen Lasur entfernt worden (siehe Abbildung links - rote Pfeile).

Am unteren Bildrand ist zu sehen, dass diese Lasur erst nachträglich aufgebracht wurde und der Verursacher sich nicht mal die Mühe gemacht hat, das Bild aus dem Rahmen zu nehmen. Aber dadurch ist zweifelsfrei klar, dass der Zustand so nicht vom Künstler gewollt war.
Nun, nach der Restaurierung, erscheint der Schnee wieder kristallweiß und das Bild insgesamt wieder so wie Friedrich August de Leuw es gemalt hat. Mit einem neuen Firnis hat das Bild nun auch wieder eine einheitliche Oberfläche (siehe Abbildung rechts).

Eine wunderbare Arbeit von Dr. Achim Stanneck - vielen Dank.

19. November 2020


 

Winterlandschaft bei Vollmond mit alter Frau am Gatter, Öl auf Leinwand, 31 x 24,7 cm, 1876, in Privatbesitz

Bisher unbekanntes Gemälde von Friedrich Augiust de Leuw aufgetaucht! 

Ein kleines Ölbild von Friedrich August de Leuw ist in Berlin aufgetaucht und versteigert worden. Da dieses zauberhafte Bild eine Winterlandschaft mit Vollmond  zeigt und auch auf 1876 datiert ist, wird es wohl eine direkte Folge der Mondstudie aus dem selben Jahr sein, die schon im Katalog von 1984 abgebildet war.

Es ist eines der wenigen nun bekannten Bilder von Friedrich August de Leuw, in dem es dem Maler nicht nur um das bloße erzeugen einer Stimmung ging, sondern ähnlich wie im Gemälde "Rheingrafenstein mit Mönch und Ministrant" um eine Darstellung von Tod und Vergänglichkeit. Wenn auch hier die alte Frau noch dem Betrachter den Rücken zuwendet, ist doch ihr Gang in Richtung Licht, aus der Umzäunung des Lebens, allegorischer Natur und zeigt ein offensichtliches Beschäftigen des Malers mit dem eigenen älter werden und dem näher rückenden Tod. 

Das Bild ist nun ebenfalls unter Gemälde 1876 - 1888 einsortiert.

24. September 2020


Bisher unbekannte Bilder von Friedrich Augiust de Leuw aufgetaucht!

Ein Konvolut mit einem Ölbild und fünf Studien von Staffagesoldaten ist am vergangenen Wochenende in Bonn versteigert worden. Der neue Besitzer ist mir bisher unbekannt, aber ich beglückwünsche ihn für diese schönen Arbeiten.

Sie zeigen, dass dieses Thema Friedrich August de Leuw im Spätwerk eine Herzens-Angelegenheit war und ergänzen die bisher bekannten Studien um weitere interssante Varianten. 
Die kleinen Werke sind in der Rubrik `Werkverzeichnis/Gemälde/1876 - 1888` in der Reihenfolge der Entstehung einsortiert und können nun mit den bisher bekannten Arbeiten aus dem Thema verglichen werden.

22. Juni 2020


Hallo liebe Kunstfreundinnen und Kunstfreunde,

Ab 30.5. verwirkliche ich ein Projekt, das ich schon einige Zeit im Kopf habe. Ich werde eine Woche auf den Spuren von Friedrich August de Leuw wandern und nach seinen Motiven rund um Marquartstein und Unterwössen in den Chiemgauer Alpen suchen.

Friedrich August de Leuw ist in den Jahren 1843 und 1846 jeweils mehrere Wochen in dieser Gegend unterwegs gewesen und hat dort etliche aquarellierte Zeichnungen erstellt (siehe unter Aquarellen und Zeichnungen).

Vom 30.5. bis 6.6.2020 bin ich in der Gegend und werde zuerst den Roßstallgraben bei Oberwössen aufsuchen. Dort hat F.A. d. Leuw am 18. Juli 1843 unten abgebildete Zeichnung erstellt. Ich bin sehr gespannt, ob ich die Stelle ausfindig machen kann. 

Meine täglichen Berichte werden auf der Facebook-Seite Friedrich August de Leuw zu lesen sein.

Mit besten Grüßen,

Dirk Balke

 


Galerie ART-ECK Solingen

zeigt vom 29. November  2019 bis 12. Januar 2020

aus privater Sammlung

Werke von Friedrich August de Leuw (1817 - 1888)

Landschaftsmaler der Düsseldorfer Malerschule

 

Eröffnung Freitag 29. November, 18:30 Uhr

Die Ausstellung ist keine Verkaufsausstellung

Zur Ausstellung erscheint ein kleiner Katalog

 

Galerie ART-ECK, Solingen-Gräfrath, Küllersberg 1

Öffnungszeiten: 

Dienstags und Donnerstags 

15 Uhr Kurator-Führungen durch Dirk Balke

Freitags    14 - 19 Uhr  

Samstags 10 - 14 Uhr 

und nach Vereinbarung

Inhaber Dirk Balke  0173 5149995, www.art-eck.de


 

Galerie ART-ECK Solingen

zeigt vom 20. Juli bis 8. September 2019

eine Ausstellung zum 50. Jahrestag der Mondlandung 

 

Mit Arbeiten von: 

Hiroyuki Masuyama, Ioan Iacob, Thomas Baumgärtel,

Christian von Grumbkow, Harald Klemm, Moritz Albert,

Robert Pufleb / Nadine Schlieper, 

Dirk Balke und Friedrich August de Leuw.

In dieser Gruppenausstellung werden drei Bilder von Friedrich August de Leuwgezeigt - alle unverkäufliche Leihgaben aus dem Besitz des Kunstmuseums Solingen und aus Privater Sammlung.

 

Vernissage Samstag 20. Juli, 16 Uhr

Galerie ART-ECK, Solingen-Gräfrath, Küllersberg 1

Öffnungszeiten Galerie ART-ECK Solingen: 

Freitags    14 - 19 Uhr , Samstags 10 - 14 Uhr 

und nach Vereinbarung

Inhaber D. Balke  0173 5149995, www.art-eck.de

 

Vorderseite der Einladungskarte: Friedrich August de Leuw (1817-1888), Mondstudie, Öl auf Malkarton,19,5 x 23,5 cm, 1876 


Trailer zur vergangenen Ausstellung:
Friedrich August de Leuw (1817 - 1888)
Zeichnungen und Aquarelle
Vernissage am 23. März 2019, 16 Uhr
Fach-Werk-Haus 
Küllersberg 3
im Historischen Ortskern von Solingen-Gräfrath


Eine aktuelle Ausstellung mit Werken von

Friedrich August de Leuw

Zeichnungen und Aquarelle

Vernissage, Samstag 23. März 2019, 16 Uhr
Im FACH-WERK-HAUS - Küllersberg 3, im historischer Ortskern SG-Gräfrath
Zur Eröffnung spricht Dr. Rolf Jessewitsch / Kunstmuseum Solingen
Ausstellungsende ist der Kultur Morgen Solingen, Sonntag den 7. April
Organisation und Kurator: Dirk Balke
Zur Ausstellung erscheint ein kleiner Katalog
 

Ausstellungsdauer: 23. März bis 7. April 2019, 

Öffnungszeiten: Di. - Fr. 15 - 18 Uhr, Sa. & So. 10 - 16 Uhr, Eintritt 5,- €

 

Gezeigt werden Werke aus dem Bestand des Kunstmuseum Solingen, der 

Stadt-Sparkasse Solingen sowie einige ausgewählte Werke aus Privatsammlungen, 

die zum größten Teil noch nicht öffentlich gezeigt wurden.

 

Öffentliche Führungen mit dem Kurator

an folgenden Tagen: jeweils Di. & Do.,

26.3., 28.3., 2.4. und 4.4. um 15 Uhr

 

Anfang August 2018 ist ein bisher unbekanntes Werk von Friedrich August de Leuw aufgetaucht. Nach dem das Bild restauriert wurde, haben die Eigentümer im Internet nach dem Maler recherchiert und sind auf diese Website gestoßen. Das Werk war seit langer Zeit im Familienbesitz. Nachdem ich das Bild persöhlich in Augenschein genommen habe, ist es nun ins digitale Werkverzeichnis unter Gemälde 1838 - 1843 aufgenommen. Da das Werk nicht datiert ist, habe ich es auf 1841 geschätzt und folgenden Text beigefügt: 

Holländische Landschaft mit Windmühle im Winter, Öl auf Malkarton (evtl. mit Leinwand überzogen), signiert unten links mit F. de Leuw, 26,5 x 40,5 cm, ca. 1841, in Privatbesitz 

Dirk Balke, 6. August 2018


Rheinische Post & Solinger Tageblatt vom 16. Juni 2018


Das Familiengrab von  Friedrich August de Leuw bei seinem 130ten Todestag am 16. Juni 2018

Gesteck zum 130ten Todestag von Friedrich August de Leuw vom Heimatverein Gräfrath und Galerie ART-ECK Solingen


Grünewald (Schneelandschaft), Bleistiftzeichnung auf Papier, 28 x 22 cm, 2. Januar 1850, In Privatbesitz

Diese Zeichnung wurde Anfang 2018 bei einem privaten Sammler gesichtet und fotografiert.

Die Besonderheit der Zeichnung, die bisher in keiner Veröffentlichung auftauchte, ist ein längerer, handschriftlicher Vermerk von Friedrich August de Leuw, über die Beobachtung zu Farbtönen im Schatten, im Schnee und an Bäumstämmen.

Der Text zeigt exemplarisch eine ruhige und genaue Beobachtungsgabe des Künstlers.

Auf der Rückseite der eingerahmten Zeichnung ist der Vermerk in leserlichem Schreibmaschinentext abgebildet.

Das Blatt ist auch im digitalem Werkverzeichnis unter Zeichnungen 1844 - 1861 einsortiert.